Fortbildung

Liebe Tierbesitzer,

am Freitag 23.02.2018 findet aufgrund einer Fortbildung keine Sprechstunde statt.

Am Samstag 24.02. sind wir wieder wie gewohnt von 10-11 Uhr für Sie erreichbar.

Ihr Team der Kleintierpraxis Neustadt

 

Kaninchenimpftage am 16.02. und 17.02.2018

kaninchen

Myxomatose und Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD, "Chinaseuche") sind für Kaninchen lebensbedrohliche Viruserkrankungen. Die Übertragung erfolgt im Falle der Myxomatose hauptsächlich über blutsaugende Insekten oder Kaninchenflöhe, die Ansteckung mit dem Virus der RHD kann neben dem direkten Kontakt auch über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Trinknäpfe) oder kontaminiertes Futter erfolgen. Erregerreservoire sind infizierte Wildkaninchen.

Es ist daher empfehlenswert, die Kaninchen im Frühjahr vor der Freiluft- und Mückensaison zu impfen.

Seit dem letzten Jahr werden bundesweit Kaninchenbestände durch eine besonders gefährliche Variante des Chinaseuchevirus (RHD 2) bedroht. Er wird ebenso übertragen wie das RHD 1 Virus, somit sind besonders freilebende Kaninchen gefährdet. Wir sind froh, dass dieser Impfstoff mittlerweile auch in Deutschland zur Verfügung steht und wir Ihnen diesen verbesserten Schutz nun anbieten können! Wenn sie die diese zusätzliche Impfung gegen RHD Typ 2 wünschen, geben sie dieses bitte bei der Terminvereinbarung mit an.

Durch den Sammeltermin können wir Ihnen an beiden Tagen die Kaninchenimpfung ein wenig günstiger anbieten. Da wir uns selbstverständlich auch an diesen Tagen ausreichend Zeit für einen gründlichen Gesundheitscheck und Ihre Fragen zum Thema Haltung und Ernährung nehmen, bitten wir Sie nach Möglichkeit um eine telefonische Terminvereinbarung unter 05032/67963!


„Check meinen Chip!“

Tierärzteverband startet bundesweite Aktionswoche im September

Erfahren Sie mehr auf der Seite des Tierärzteverbandes.

Liebe Patientenbesitzer!

Am Samstag, den 5. August findet in der Zeit von 10- 11 Uhr keine Sprechstunde statt.

Unsere Praxis bleibt an diesem Tag geschlossen.

Ab Montag, den 7. August sind wir wieder wie gewohnt für Sie und Ihre Vierbeiner da!

Wir gratulieren unserer Auszubildenden und frischgebackenen Tiermedizinischen Fachangestellten Frau Celine Oestreich zur erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung!

Besonders freuen wir uns, dass Frau Oestreich auch nach Abschluss Ihrer Ausbildung unser Team durch ihre freundliche Art und ihre große Tierliebe bereichern wird.


Auch in diesem Jahr hat sich die Kleintierpraxis Neustadt am alljährlichen bundesweiten Aktionstag "Impfen für Afrika" - 9. Mai 2017 beteiligt. Die teilnehmenden Tierarztpraxen spenden den an diesem Tag durch Impfungen erzielten Gewinn an "Tierärzte ohne Grenzen e.V.". Diese Organisation unterstützt u.a. in Afrika durch gezielte Projekte Menschen, die von der Nutztierhaltung leben bei der Gesunderhaltung ihrer Tiere.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Kunden, deren rege Teilnahme auch dieses Jahr wieder den Aktionstag zu einem vollen Erfolg werden ließ!

Wenn sie mehr über Impfen für Afrika oder Tierärzte ohne Grenzen e.V. erfahren möchten finden Sie hier weitere Informationen: www.togev.de/impfen-fuer-afrika/aktionstag.html


Ihr Team der Kleintierpraxis Neustadt


Die Angst vor der Silvesternacht

- und wie Sie als Tierhalter ihren Vierbeiner dabei am besten unterstützen können

Jedes Jahr zu Silvester suchen besorgte Tierbesitzer unsere Praxis auf, um kurzfristig Hilfe für Ihr unter der „Knallerei“ leidendes Tier zu bekommen. Der folgende Artikel soll Ihnen helfen, das Verhalten Ihres Tieres besser zu verstehen und Tipps für den richtigen Umgang mit der sogenannten Geräuschphobie zu erhalten. Das Wichtigste vorweg: Bitte setzen Sie sich frühzeitig (mindestens eine Woche) vor dem Jahreswechsel mit uns in Verbindung, damit wir gemeinsam mit Ihnen den schonendsten Weg zur Linderung der Ängste Ihres Vierbeiners finden können.

Die Entstehung von Angstverhalten

Angst vor Geräuschen (Geräuschphobie) kann entstehen, wenn sich das Tier vor einem (lauten) Geräusch wie z.B. Feuerwerk, aber auch Auto hupen oder Gewitter erschrickt. Dies kann auch ein lange bekanntes Geräusch sein, auf das das Tier plötzlich ängstlich reagiert, die Geräuschempfindlichkeit kann sich also im Laufe der Zeit ändern. Ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Angst liegt in der Sozialisation des Tieres. Dabei spielen beim Hund die ersten vierzehn, bei der Katze die ersten sieben Lebenswochen eine entscheidende Rolle. In dieser Zeit erlernen die Welpen die grundlegenden Regeln für den Umgang mit anderen Lebewesen und gewöhnen sich an die Reize der Umwelt. Mangelt es in dieser Phase an Kontakten zu anderen Tieren, Menschen oder Umwelteinflüssen wie z.B. Lärm im Haushalt oder Straßenverkehr, lernt der Welpe in seinem weiteren Leben nur schwer, mit neuen Situationen umzugehen. Früh bildet sich ein Muster heraus, mit dem dann verglichen wird: Bekanntes erzeugt keine Angst, Unbekanntes wird mit Vorsicht betrachtet und erzeugt Unbehagen bzw. Angst. Reizarme oder isolierte Aufzucht erschwert also den Umgang mit Stress auslösenden Umweltfaktoren. Außer der Aufzuchtsituation kann auch eine genetische Veranlagung zur Entwicklung einer Geräuschangst führen. Bei einigen Hütehunderassen wie der Border Collie und Bearded Collie vermutet man eine genetische Veranlagung. In der Regel steigert sich die Geräuschphobie von Mal zu Mal. Hierbei spielt die Lernerfahrung (die Angst vor der Angst) und das Verhalten der Besitzer eine entscheidende Rolle, denn gut gemeinter Trost sorgt für Aufmerksamkeit und positive Verstärkung und wirkt somit kontraproduktiv. Vermutlich sind es an Silvester nicht nur die Geräusche, die Angst auslösen. Auch schussfeste Hunde oder solche, die sich nicht bei Gewitter ängstigen, können an Silvester Panik haben. Der Grund liegt darin, dass an Silvester optische Reize (Lichtreflexe), olfaktorische Reize (Rauchbzw. Qualmgeruch) und akustische Reize zusammenkommen und somit eine Reizüberflutung verursachen können.

Therapiemaßnahmen

Es gibt sowohl verhaltenstherapeutische als auch medikamentelle Ansätze, um die Angst zu lindern oder zu nehmen. Im Idealfall reichen verhaltenstherapeutische Massnahmen aus, diese können aber bei Bedarf mit Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden.

Folgende verhaltenstherapeutischen Massnahmen können Sie als Tierbesitzer im Vorfeld anwenden:

Gewöhnung an den Reiz/Desensibilisierung

Hierbei möchte man eine Toleranz des Tieres gegen angstauslösende Geräusche erreichen. Um den dargebotenen Reiz, in diesem Fall zum Beispiel Silvesterknaller, in kleinen Dosen zu starten, bietet sich eine Geräusch-CD an. Hierbei wird die Lautstärke in kleinen Stufen hochreguliert. Parallel dazu bietet der Tierbesitzer Futter an. Solange das Tier dabei frisst, signalisiert es eine weitgehende Stressfreiheit und der Reiz, also die Lautstärke, kann zunehmen.

Verhalten der Bezugsperson(en)

Betrachten Sie Ihr eigenes Verhalten in Stresssituationen kritisch. Durch übertriebene Zuwendung verstärkt sich die Angst des Hundes bzw. der Katze. Jedes Beruhigen wird vom Hund als Lob verstanden und verstärkt sein Angstverhalten. Dem Tier sollen Rückzugsmöglichkeiten angeboten werden. Hunde- bzw. Katzenboxen mit Dach eignen sich wegen des Höhlencharakters gut. Die Rollläden werden heruntergezogen, vorhandene Gardinen geschlossen. Spaziergänge am Silvesterabend sollen kurz und bis spätestens 20 Uhr stattfinden. Beim Hund ist ein guter Sitz des Halsbandes zu überprüfen, damit er sich in einer Panikreaktion nicht daraus befreien und kopflos davonrennen kann. Das Anschalten eines Radios bzw. Fernsehgerätes stellt ggf. einen gewohnten Gegenreiz dar. Das Wichtigste aber ist ein souveräner Tierhalter, der sich unbekümmert verhält und seinen Alltagsverrichtungen nachgeht, anstatt seine Aufmerksamkeit der Angst des Tieres zu widmen.

Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

  • Das seit Längerem in Form von Kapseln (Zylkène®) oder als Futterbestandteil (Calm, s.o. unter Tryptophan) erhältliche Alpha-Casozepin gehört zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Es arbeitet wie ein Benzodiazepin, hat aber den großen Vorteil, nebenwirkungsfrei zu sein. Es empfiehlt sich, Zylkène® mindestens zwei Tage vor einer gewünschten beruhigenden Wirkung zu verabreichen.
  • In der kurzfristigen Behandlung von Angststörungen kommen vor allem Benzodiazepine zum Einsatz, die eine Übererregung im Zentralen Nervensystem verhindern. Die wichtigsten Benzodiazepine in der Tiermedizin sind Diazepam, bekannt unter dem Handelsnamen Valium®, und Alprazolam. Der Vorteil dieser Medikamente ist die stark angstlösende und nur gering sedierende Wirkung. Die Wirkung tritt schnell ein, es braucht keinen wochenlangen Vorlauf. Von Nachteil ist, dass Benzodiazepine sehr individuell dosiert werden müssen. Werden sie einem bereits erregten Tier gegeben, kann sich die Wirkung ins Gegenteil verkehren und zu Panikattacken führen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig mit uns in Verbindung setzen, wenn Sie glauben, dass Ihr Tier in der Silvesternacht Beruhigungsmittel benötigt. Wegen seiner enthemmenden Wirkung ist der Einsatz von diesen Medikamenten bei aggressiven Hunden kontraindiziert. Aber auch bei einem sonst friedlichen Hund ist darauf zu achten, dass dieser nach Gabe der Medikamente seine Ruhe hat und nicht etwa ein Kind zu ihm ins Körbchen krabbeln kann!
  • Canine bzw. feline synthetische Beruhigungspheromone (D.A.P. bzw. Feliway®) sind den natürlicherweise in den Talgdrüsen des Gesäuges produzierten Pheromonen nachempfunden. In der Verhaltenstherapie eignet sich ihr Einsatz unterstützend bei Unsicherheit und Angst. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sie sollten zwei bis drei Wochen lang vor dem Ereignis verabreicht werden (erhältlich als Zerstäuber, Spray oder Halsband)

Von dem Einsatz von Azepromazin (Vetranquil® oder Sedalin®) ist abzuraten. Diese Medikamente wurden in der Vergangenheit häufig am Silvestertag verabreicht, um die Tiere kurzfristig zu beruhigen. Mittlerweile weiß man, dass diese Phenothiazinderivate dazu führen, dass die Tiere zwar äußerlich ruhig erscheinen, jedoch alle Formen der Reize wahrnehmen. Durch die starke Sedation sind sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt und können somit nicht angemessen reagieren, z.B. mit Flucht oder Rückzugsverhalten. Dieser Umstand hat zur Folge, dass sich die Angst nach jeder Behandlung verschlimmert, was uns auch von vielen Tierbesitzern, die diese Präparate über die Jahre verabreicht haben berichtet wird.

 

Tipps für den Umgang mit ängstlichen Tieren an Silvester

  • Kurze Spaziergänge bis spätestens 20 Uhr
  • Kein beruhigendes Einreden auf den ängstlichen Vierbeiner, dadurch verschlimmert   sich die Angst
  • Rückzugsmöglichkeiten bieten, das Tier soll sich den Raum aussuchen dürfen, in den es sich zurückziehen möchte.
  • Hunde- bzw. Katzenbox
  • Rollläden herunterlassen und Gardinen zuziehen
  • Radio bzw. Fernsehen anmachen
  • Wichtig: Bleiben sie als Tierhalter souverän, strahlen Sie Gelassenheit und Unbekümmertheit aus!

Das Team der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Neustadt steht Ihnen gerne für weitere Fragen zu diesem Thema zur Verfügung

Hund im Auto

Liebe Hundebesitzer,

auf der Internetseite www.motor-talk.de/hund-im-auto finden Sie wissenswerte Informationen rund um die gemeinsame Fahrt mit Ihrem Vierbeiner.


Katzenpocken im Großraum Hannover

In den letzten 5 Wochen sind bei fünf Katzen im Großraum Hannover und dem Weserbergland (Garbsen, Bad Münder, Benthe, Aerzen, Extertal) Katzenpocken aufgetreten. Hierbei handelt es sich um eine meldepflichtige, auf den Menschen übertragbare Krankheit (Zoonose), die vermutlich über die Aufnahme erbeuteter Ratten und Mäuse erfolgt. In Neustadt ist uns noch kein Fall bekannt. Alle erkrankten Katzen in diesen Regionen waren Freigänger.

Ein typisches Krankheitsbild sind Hautveränderungen, Papelbildungen, Pusteln und Hautflecken. Aufgrund der Übertragungsgefahr auf Menschen, insbesondere bei immunsystemerkrankten Personen, die unter immunsuppressiver Therapie stehen, rät die Tierärztliche Hochschule dazu, jeden direkten Kontakt zu vermeiden.

Immunsupprimierte Katzenbesitzer (Schwangere Frauen oder Menschen mit Krebs- oder Autoimmunerkrankungen) sollten abwägen,  ob sie ihrer Katze vorsorglich vorerst keinen Freilauf gewähren.